Vor 30 Jahren hatte man beim Rheinisch-Bergischen Kreis die Vision, das ehemalige Interatom-Areal in Bergisch Gladbach-Moitzfeld zu einem Zentrum für Technologie, Innovation und Neugründungen von Unternehmen zu machen. Mit der Unterstützung und Begleitung durch das Rheinisch-Bergische TechnologieZentrum und durch die Rheinisch-Bergische Wirtschaftsförderung sind hier zahlreiche Unternehmen erfolgreich gegründet worden, die heute noch als Weltmarktführer ihrer Branche am Standort wirtschaften.
Von Klaus Pehle
Das Aus der Interatom in Moitzfeld im Jahr 1994 war der Start einer Vision, die sich bis heute zum realen Zukunftsprojekt immer wieder weiterentwickelt hat: die Gründung des TechnologieParks Bergisch Gladbach (TBG) und des Rheinisch-Bergischen TechnologieZentrums (RBTZ) 1995.

Als der TechnologiePark Bergisch Gladbach (TBG) vor genau 30 Jahren in Moitzfeld gegründet wurde, war die Idee ebenso einfach wie zukunftsweisend: Es sollte ein Standort entstehen, an dem innovative Unternehmen, Forschung und Wirtschaft eng zusammenarbeiten können. Getragen von engagierten Partnern aus der Region – allen voran dem Rheinisch-Bergischen Kreis, der Kreissparkasse Köln und weiteren Anteilseignern – wurde aus dieser Vision ein lebendiger Wirtschaftsstandort, der bis heute wächst und sich stetig weiterentwickelt.
Mit rund 127.000 Quadratmetern Gesamtfläche und etwa 70.000 Quadratmetern vermietbarer Nutzfläche zählt der TechnologiePark zu den größten Gewerbestandorten der Region. Etwa 60 Mieter – vom jungen Start-up bis zum international tätigen Unternehmen – sind hier ansässig. Rund 95 Prozent der Flächen sind belegt, was die Attraktivität des Standorts deutlich macht.
Zu den größten Mietern zählen Weltmarktführer wie Miltenyi Biotec und RI Research Instruments, aber auch der Bensberger Standort der Fachmarktkette Bauhaus. Überwiegend sind es Unternehmen, die beispielhaft für die Mischung aus Hightech, Forschung und industrieller Stärke stehen, die den Standort TBG auszeichnet. Einige von ihnen haben hier gegründet, sind gewachsen und bis heute geblieben – echte „Hidden Champions“, die den Wirtschaftsstandort Rheinisch-Bergischer Kreis prägen.
Ein wichtiger Motor für diese Entwicklung war und ist die Rheinisch-Bergische Wirtschaftsförderungsgesellschaft (RBW), die selbst Mieter im TechnologiePark ist. Als Ansprechpartnerin für die regionale Wirtschaft fungiert sie hier zugleich als Brücke zwischen Unternehmen, Verwaltung und Investoren.
Ebenso prägend war das Rheinisch-Bergische TechnologieZentrum (RBTZ), das viele Jahre lang als Keimzelle für junge Start-ups diente. Heute begleitet es unter dem Dach der Marke StartRaum GL (Seite 38) neue Gründungsvorhaben, vernetzt Gründerinnen und Gründer mit etablierten Unternehmen und schafft so wertvolle Synergien.
Der Blick in die Zukunft kann durchaus optimistisch ausfallen: Der Technologiepark Bergisch Gladbach soll sich auch künftig dynamisch weiterentwickeln, moderne Arbeitswelten schaffen und neue Unternehmen anziehen. Dabei bleibt das Leitmotiv von damals lebendig – ein Ort zu sein, an dem Ideen Raum bekommen, Innovation entsteht und sich Wirtschaft mit regionalem Rückhalt entwickeln kann.
Gründung: 1995
Gesamtfläche: rund 127.000 m²
Vermietbare Nutzfläche: circa 70.000 m²
Aktuelle Mieter: rund 60
Vermietungsquote: circa 95 Prozent
Größte Mieter: Miltenyi Biotec, RI Research Instruments, Bauhaus
Flächenangebote: Büroeinheiten zwischen 245 m² und 790 m²

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Vor 30 Jahren hatte man beim Rheinisch-Bergischen Kreis die Vision, das
ehemalige Interatom-Areal in Moitzfeld zu einem Zentrum für Technologie, Innovation und Neugründungen von Unternehmen zu machen. Mit Erfolg: Heute findet sich hier ein lebendiger Wirtschaftsstandort.