Der TÜV-Report 2025 fällt für Nutzfahrzeuge nicht gut aus: 20,4 Prozent aller Fahrzeuge haben „erhebliche“ oder „gefährliche Mängel“ und bekommen die Plakette nicht auf Anhieb. Vor allem die schweren Lkw machen den Sachverständigen Sorgen.
Nutzfahrzeuge in Deutschland fallen beim TÜV immer häufiger durch. 20,4 Prozent aller untersuchten Fahrzeuge dieses Segments kamen in den Jahren 2023 bis 2024 nicht durch die Hauptuntersuchung. „Erhebliche“ oder „gefährliche Mängel“ stellten die Prüfer vom TÜV fest. Die höchste Mängelquote gab es bei den schweren Lkw. 21,9 Prozent der über 18 Tonnen schweren Fahrzeuge kamen mit negativem Ergebnis aus der Untersuchung.
Das sind Zahlen aus dem TÜV-Report 2025, den der Dienstleister alle zwei Jahre erstellt. Die Quote der mangelhaften Fahrzeuge stieg um 0,8 Prozent im Vergleich zum letzten Report 2023. Die Werte stammen aus 2,31 Millionen Hauptuntersuchungen. Beleuchtung, Ölverlust und Mängel an den Achsaufhängungen fielen den Sachverständigen am häufigsten auf.
Seit dem Jahr 2000 ist der Nutzfahrzeugbestand in Deutschland um 51 Prozent auf 3,83 Millionen gestiegen und vor allem große Lkw werden heute wesentlich länger genutzt als früher. Ein zentraler Faktor ist zudem die Belastung: Laut Kraftfahrt-Bundesamt haben Lkw ab 7,5 Tonnen im Jahr 2024 im Schnitt 43.309 Kilometer pro Jahr zurückgelegt, Sattelzugmaschinen sogar 86.585 Kilometer. Die Intensität der Nutzung lässt das Risiko altersbedingter Defekte steigen: Einjährige Lkw ab 18 Tonnen fallen nur zu 7,4 Prozent durch die HU, bei zehnjährigen sind es 29 Prozent.
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