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Heuschnupfen-Alarm! Was hilft?

22. Februar 2025
Heuschnupfen-Alarm! Was hilft?

Allgerien. Die Nase läuft, die Augen tränen, und dann wird auch noch die Luft knapp. Immer mehr Menschen leiden unter einer Pollenallergie. Woher kommt das und was hilft wirklich dagegen?

Von Carmen Sadowski

 

Ständige Niesanfälle nerven nicht nur die anderen. Wer auf Pollen reagiert, leidet. Unter einer Birke die ersten Sonnenstrahlen genießen? Ein Picknick auf der Blumenwiese? Die halbe Welt genießt diese schönen Frühlingsmomente – die für Heuschnupfen-Geplagte nur die Hölle sind. Weil Bäume und Gräser Billionen von Pollen in die Luft pusten, quälen sich hierzulande Millionen von Menschen im Frühjahr mit Schniefnasen und juckenden Augen herum. Auch bei Kindern und älteren Menschen ist plötzlicher Heuschnupfen keine Ausnahme mehr. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sind mittlerweile mehr als 15 Prozent der Bevölkerung in Deutschland betroffen. Tendenz steigend. Denn der Klimawandel verstärkt das Problem.

 

Heuschnupfen-Saison beginnt im Winter

Weil es wärmer wird, verlängert sich die Heuschnupfen-Saison. Statt wie früher ab Februar oder März, blüht die Haselnuss mancherorts sogar schon ab Dezember. Bei milden Temperaturen gesellen sich ab Januar Erle und Birke dazu. Erst im Herbst fliegen die letzten Gräserpollen durch die Luft. Eingewanderte Pflanzen, wie die Ambrosia, verlängern die Pollensaison bis Oktober – nur eine einzige gibt bis zu eine Milliarde Pollen ab.

Mehr Pollen bedeuten mehr Allergene und mehr Allergien. Allergiker haben nur noch zwei bis drei Monate im Jahr eine Ruhephase. Dauerstress für den Körper.
Umweltmedizinerinnen und Umweltmediziner am Helmholtz Zentrum München gehen davon aus, dass bis 2050 die Hälfte aller Menschen unter Allergien leiden wird.

 

Erste Hilfe bei Allergien

Allergikern wird empfohlen, vor dem Schlafengehen die Haare zu waschen, tagsüber eine Nasendusche zu machen und nur zu bestimmten Zeiten zu lüften. Auf dem Land sind am frühen Abend die wenigsten Pollen unterwegs, in der Stadt morgens. Sie sollten die Bettwäsche mindestens wöchentlich wechseln, Möbeloberflächen regelmäßig feucht abwischen und Wäsche nicht im Freien trocknen, um sich möglichst wenige Pollen in die Wohnräume zu holen. Um Pollen allerdings wirklich aus der Umgebung zu verbannen, müssten sie eine Klimaanlage mit pollendichtem Filter und eine Schleuse an der Wohnungstür einbauen.

Vielversprechender sind Medikamente. Sogenannte Antihistaminika lindern die Symptome. Betroffene mit starken allergischen Beschwerden können zudem über eine Hyposensibilisierung beim Facharzt nachdenken. Die Behandlung bekämpft die Allergie, indem sie das Immunsystem mit den Allergenen konfrontiert und daran allmählich gewöhnt. Dazu werden sie in immer höheren Dosen verabreicht. Zwar dauert das Prozedere mindestens drei Jahre. Dafür verläuft es bei rund 90 Prozent der Patienten erfolgreich und hält bis zu zehn Jahre an.

 

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