GESUNDHEIT. Schon ganz schön viele Menschen in Deutschland bewegen sich ausreichend und ernähren sich überwiegend gesund. Die aktuelle Studie des Robert Koch-Instituts (RKI) aber zeigt: Mehr als die Hälfte müsste mehr tun und ein Drittel mehr Obst und Gemüse essen.
Von Klaus Pehle
Regelmäßig fragt das Robert Koch-Institut (RKI) für die Studie „Gesundheit in Deutschland aktuell“ (GEDA) ab, wie es der Bevölkerung in Deutschland gesundheitlich geht und wie sie lebt. Mehrere Tausend Menschen ab 18 Jahren beantworten für die Studie Fragen zu ihrem Gesundheitszustand, zu Lebensgewohnheiten, sozialen Bedingungen und zur Nutzung von Gesundheitsangeboten. Auftraggeber der Studien ist das Bundesministerium für Gesundheit.
Im Fokus stehen dabei Indikatoren aus den Bereichen Gesundheitsverhalten (körperliche Aktivität, Ernährung, Rauchen), Gesundheitszustand (Selbstwahrnehmung der Gesundheit, chronische Erkrankungen, psychische Belastungen) sowie Gesundheitsversorgung und soziale Determinanten. Die Daten bilden eine wichtige Basis für Entscheidungen in der Politik, der Wissenschaft und Gesundheitsplanung.
Ein Blick auf die aktuellen Zahlen zeigt, dass da noch was geht bei uns: Körperliche Aktivität ist zwar bei vielen Menschen verbreitet. Aber weniger als die Hälfte der Erwachsenen erreicht 150 Minuten körperliche Aktivität pro Woche. Das ist der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlene Wert. Und gleichzeitig gibt es beim Konsum von Obst und Gemüse im Alltag Luft nach oben. Nur rund ein Drittel verzehrt täglich ausreichend davon.
Diese Lebensstil-Faktoren wirken sich direkt auf die Entwicklung von chronischen Erkrankungen wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen aus, die in der Bevölkerung zunehmen. Rauchen tun dagegen immer weniger Menschen.
Bei Senioren sind erwartungsgemäß chronische Erkrankungen und Einschränkungen in der Mobilität festgestellt worden. Das zeige laut Studie, wie bedeutend altersgerechte Versorgungen und ausreichend Prävention sind. Gleichzeitig geben viele Seniorinnen und Senioren ihre Gesundheit noch als gut oder sehr gut an, und soziale Faktoren wie regelmäßige Kontakte oder Ehrenamt tragen wesentlich zur subjektiven Lebenszufriedenheit im Alter bei.
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