
Immobilientipp: Der Bodenrichtwert
Der Bodenrichtwert ist ein durchschnittlicher Lagewert für Grundstücke innerhalb eines bestimmten Gebiets und wird in Euro pro Quadratmeter angegeben.
Von Ute Hasselblatt
Der Bodenrichtwert ist ein durchschnittlicher Lagewert für Grundstücke innerhalb eines bestimmten Gebiets und wird in Euro pro Quadratmeter angegeben. Er bezieht sich auf unbebaute Grundstücke mit vergleichbaren Eigenschaften wie Lage, Nutzung und Erschließung. Er dient als Orientierung für den Wert von Grundstücken, stellt jedoch keinen verbindlichen Marktpreis dar.
Ermittelt wird der Bodenrichtwert von den Gutachterausschüssen für Grundstückswerte, die reale Kaufpreise auswerten. Die Werte werden regelmäßig, meistens jährlich, aktualisiert.
In der Praxis findet der Bodenrichtwert vor allem Anwendung bei der Immobilienbewertung, für steuerliche Zwecke sowie zur Einschätzung des regionalen Preisniveaus. Dabei ist zu berücksichtigen, dass individuelle Merkmale eines Grundstücks – etwa Größe, Zuschnitt oder besondere Lagevorteile – zu Abweichungen führen können.
Insgesamt bietet der Bodenrichtwert eine wichtige Orientierung auf dem Immobilienmarkt, sollte aber immer zusammen mit weiteren Faktoren betrachtet werden. Diese können zum Beispiel die Mikrolage (zum Beispiel ruhige Lage oder Lage an einer viel befahrenen Straße), der Grundstückszuschnitt (zum Beispiel eine optimal geschnittene oder aber unregelmäßige Grundstücksform), der Erschließungszustand sowie die Bodenbeschaffenheit sein. Diese Faktoren sorgen dafür, dass der tatsächliche Kaufpreis deutlich vom Bodenrichtwert abweichen kann.

Der Bodenrichtwert ist ein durchschnittlicher Lagewert für Grundstücke innerhalb eines bestimmten Gebiets und wird in Euro pro Quadratmeter angegeben.

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