Das Special – Weihnachten und Jahreswechsel

„Weihnachtsgeschäft bleibt stabil“

22. November 2025
Weihnachtsshopping in der RheinBerg Galerie

Einzelhandel. Der Handelsverband rechnet für das Weihnachtsgeschäft 2025 mit einem Umsatzplus von 1,5 Prozent im Vergleich zu 2024. So geht der Verband HDE für November und Dezember von einem Gesamtumsatz von insgesamt 126,2 Milliarden Euro aus.

Von Klaus Pehle

 

Trotz vieler wirtschaftlicher Unsicherheiten geht der Handelsverband Deutschland (HDE) für das Weihnachtsgeschäft im Einzelhandel von einem Umsatzplus von 1,5 Prozent im Vergleich zu 2024 aus. Damit würden die Handelsunternehmen in den letzten beiden Monaten des Jahres insgesamt 126,2 Milliarden Euro umsetzen.

18,5 Prozent des jährlichen Umsatzes machen Händler in den letzten beiden Monaten des Jahres. „Das Weihnachtsgeschäft bleibt trotz eines schwierigen Umfelds und vieler Ungewissheiten stabil“, so HDE-Präsident Alexander von Preen.

Die Umfrage unter 300 deutschen Handelsunternehmen aller Größen habe aber auch gezeigt: „Viele Händler blicken eher vorsichtig oder pessimistisch auf die mit Abstand umsatzstärkste Zeit der Branche. Das Jahresende entscheidet bei vielen Unternehmen über die Bewertung des gesamten Geschäftsjahres“, so von Preen.

Im Durchschnitt geben die Menschen in Deutschland voraussichtlich 263 Euro pro Person aus und das sind 34 Euro weniger als im Vorjahr. 80 Prozent der befragten Unternehmen erwarten in diesem Jahr auch mehr Zurückhaltung bei den Verbrauchern. 83 Prozent glauben, dass Kunden angesichts der Preisentwicklung stärker auf den Preis achten werden. 32 Prozent erwarten dagegen, dass sich die Kunden trotz der schwierigen Zeiten die Freude am Weihnachtseinkauf nicht nehmen lassen und 25 Prozent rechnen damit, dass der Kauf von Geschenken unter der vielfach schlechten Stimmung nicht leiden wird.

16 Prozent der Deutschen geben mehr als 300 Euro für Geschenke aus, 11 Prozent 200 bis 300 Euro und 12 Prozent zwischen 150 und 200 Euro.

An der Spitze der Beliebtheitsskala bei den Weihnachtsgeschenken bleiben Gutscheine. Fast ein Drittel der Deutschen (29 Prozent) greift hier zu. Danach folgen Spielwaren (28 Prozent), Bücher und Schreibwaren (26 Prozent), 23 Prozent kaufen Kosmetik und Körperpflegeprodukte. Erfreulich ist das Ergebnis einer vom HDE beauftragten und vom Handelsblatt Research Institut durchgeführten Verbraucherumfrage: Unter den mehr als 2.000 befragten Personen freuen sich 73 Prozent auf Weihnachten. Geschenke einkaufen tun die meisten Menschen in Deutschland im November (33 Prozent) oder Anfang Dezember (26 Prozent). Nur ein Prozent erledigt die Weihnachtseinkäufe am 23. oder 24. Dezember. Elf Prozent kümmern sich über das ganze Jahr verteilt um die Besorgungen für das Fest.

Die HDE-Umsatzprognose (1,5 Prozent plus) bedeutet nach der Preisbereinigung ein Nullwachstum im Vergleich zum Vorjahr. Heißt: der Umsatz steigt lediglich wegen der höheren Preise. Beim Online-Handel erwartet der HDE eine Steigerung (vor Preisbereinigung) von 3,3 Prozent im Vergleich zu 2024. Insgesamt erwartet man online einen Weihnachtsumsatz von 22,2 Milliarden Euro. Preisbereinigt wäre das ein Wachstum um 2,3 Prozent.

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