Foto: Die Anlage des SV Refrath/Frankenforst am Heuweg mit Kunstrasenplatz und Tennisplätzen liegt sehr schön im Grünen. Hier tragen die „Blues“ (wegen der blauen Trikots) ihre Heimspiele aus. Fotos: @SV Refrath/Frankenforst
MEIN VEREIN. Zum 100-jährigen Vereinsjubiläum des SV Refrath/Frankenforst hatte die Fußballabteilung im Mai schon die Traditionsmannschaft des 1. FC Köln eingeladen. Am 11. Juli schmeißt der Gesamtverein in der Steinbreche eine große öffentliche Party. Wir stellen die Fußballabteilung vor.
Von Klaus Pehle
Im Jubiläumsjahr hat die Fußballabteilung SV Refrath/Frankenforst sich selbst etwas gegönnt. Seit wenigen Wochen gibt es einen Namensponsor für die Kunstrasenanlage am Heuweg. „Ramadani Arena“ heißt die Heimspielstätte der „Blues“ jetzt. „Blues“ heißen die Refrather Fußballer wegen ihrer blauen Trikots.
Über den Sponsor, ein Fliesenlegerfachbetrieb aus Refrath, kam auch der Kontakt zum 1. FC Köln zustande, der zum Jubiläumsjahr schon im Mai mit der Traditionsmannschaft um Stefan Engels an den Heuweg kam.
Mit rund 475 Mitgliedern ist die Fußballabteilung die größte des 1926 gegründeten SV Refrath/Frankenforst. „Der Verein ist sehr familiär, für alle offen“, beschreibt der stellvertretende Abteilungsleiter Marcus Gerstner die Atmosphäre. Herkunft oder Hintergrund spielen hier keine Rolle „Jeder findet bei uns seinen Platz“.
Neben mehreren Herrenmannschaften gibt es eine breit aufgestellte Frauen- und Mädchenabteilung. Der Fokus liegt klar auf Breitensport, wird aber kombiniert mit gezielter Förderung talentierter Spieler. „Ein ehemaliger Jugendspieler hat es auch bis zum 1. FC Köln geschafft“, berichtet Gerstner.
Auch aktuell stehen die Mannschaften gut da. Die Erste spielt in der Kreisliga B und nach dem Abstieg in der letzten Saison sieht es jetzt wieder nach einem möglchen Wiederaufstieg aus. „Die erste Mannschaft ist jetzt auf dem dritten Platz, ein Punkt hinterm Zweiten, also da sind jetzt noch alle Chancen offen“, sagte Gerstner Anfang Mai. „Das Trainerteam ist gut, die Mannschaft ist gut, also wir sind sehr optimistisch.“
Das Jubiläumsjahr ist ereignisreich. Zahlreiche Veranstaltungen prägen die kommenden Monate. Es gab das FC-Spiel, es gibt noch ein Jugendturnier und dann die große öffentliche Feier am 11. Juli in der Steinbreche. Da kann man dann auch den großen Zusammenhalt und das vielfältige ehrenamtliche Engagement feiern, durch das sich der Verein auszeichnet. „Die Mitglieder ziehen mit, das ist das Positive“, sagt Gerstner. Genau dieser Einsatz könnte der Schlüssel dafür sein, dass auch das zweite Jahrhundert der Vereinsgeschichte erfolgreich wird.
Fakten, Angebote & Mitglied werden
Gegründet: 1926
Mitglieder: rund 475 (nur Fußball)
Abteilungsleiter: Michael Wehner
Angebote: Fußball mit Ligabetrieb, eine Frauen- und vier Herrenmannschaften, 18 Jugendmannschaften (davon drei Mädchenmannschaften), schöne Anlage mit Kunstrasenplatz, neben Fußball auch Segeln und Tennis im Gesamtverein.
Mitglied werden: Zum Einstieg sind zwei bis drei kostenlose Schnuppertrainings möglich. Kontakt zu den Trainern über die Webseite. Der Mitgliedsbeitrag kostet altersunabhängig für alle 26 Euro.
Mein Verein:
SV Refrath/Frankenforst
Ben Kierdorf
Alter: 15 Jahre
Im Verein seit: 2020
„Mein Verein ist der SV Refrath/Frankenforst, weil man sich hier, jedes Mal, wenn man zum Platz kommt, mit sehr netten Menschen trifft. Es macht immer sehr viel Spaß, man unterhält sich, man trainiert und man hat sehr viele engagierte Leute hier. Ich trainiere bis zum Sommer die U11 und auch hier macht es unheimlich viel Spaß, mit den Kindern zu arbeiten und denen auch was geben zu können, sie zu fördern.
Gerade aus der Perspektive als Jugendtrainer kann ich sagen, dass hier definitiv sehr viel getan wird für die Jugendarbeit.“