Interessengruppen. Lokale Interessengemeinschaften haben mit Nachwuchsproblemen und Finanzierungslücken zu kämpfen. So musste die IG Schildgen in diesem Jahr das Dorffest streichen, und die IG Paffrath hat sich komplett aufgelöst.
Die lokalen Zusammenschlüsse von Selbstständigen, Händlern und Dienstleistern wollen ihren Standort fördern, ihr Umfeld attraktiver machen und etwas für die Anwohnerschaft tun. Dazu gehören gesellige Veranstaltungen wie etwa das Dorffest der IG Schildgen. Viele Geschäfte und Unternehmen in Schildgen haben dafür in den vergangenen Jahren einen verkaufsoffenen Sonntag und ein buntes Rahmenprogramm auf die Beine gestellt. In diesem Jahr wäre es das 28. Fest gewesen – doch es musste ausfallen.
„Es haben sich zu wenig Unterstützer und Helfer gefunden“, heißt es auf Anfrage von der IG-Vorsitzenden Andrea Dinter (Foto). Gerade Selbstständige müssten sich derzeit um die Zukunft ihrer Betriebe kümmern – Sorgen machen da auch die Einschränkungen durch den Umbau der Altenburger Domstraße. Vergeblich habe man versucht, mit einer Flyer-Aktion auch Anwohner, also Leute außerhalb der IG, für die Unterstützung zu gewinnen. Offen seien derzeit die Fragen: Kann der Vorstand wieder komplett besetzt werden, und kann das traditionelle „Anleuchten“ zur Weihnachtszeit stattfinden?
Bei der IG Paffrath wird nichts mehr laufen. Mit „tiefem Bedauern“ hat sie sich Ende vergangenen Jahres nach über 40 Jahren aufgelöst.
Rückgang von Mitgliedern durch Geschäftsaufgabe oder durch Kündigung, Schwierigkeiten nach der Corona-Pandemie, kein vollständiger Vorstand: „Wir mussten die Konsequenzen ziehen, es war nicht zu vermeiden“, sagt Vorstandsmitglied Klaus F. Neubauer rückblickend. Als Wunsch stehe eine neue Interessengruppe im Raum.





