Mach‘s wie die Ostfriesen!

Tee im Herbst

Ob schwarz, grün oder rot: Tee ist weltweit beliebt, doch niemand trinkt so viel wie die Ostfriesen. Gut so, denn die heiße Tasse ist gesund. Welche Sorte hilft bei Schnupfen, Kopfweh und Co? Ein Überblick.

Von Carmen Sadowski

Tee zieht immer. Etwa 68 Liter konsumieren wir hierzulande im Schnitt pro Kopf und Jahr, weiß der Deutsche Tee & Kräutertee Verband e. V.. An der Spitze liegt Ostfriesland: Mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von 300 Litern pro Jahr übertrumpft das Küstenvölkchen sogar die Briten, Türken und Chinesen. Und er wird nicht nur getrunken, um zu genießen oder den Durst zu stillen – die heiße Tasse gilt als Wunderwaffe gegen Beschwerden aller Art.

Welche Teesorte kann was?
Pfefferminz-Tee. Zu den beliebtesten Tees der Bundesbürger zählt der Pfefferminztee. Er hilft vor allem bei Übelkeit oder Magenbeschwerden. Aber Achtung: Sodbrennen kann der Tee mitunter noch verstärken.

Kamillen-Tee.
Der antioxidantische Kamillentee ist nach wie vor der Klassiker, wenn es um das Auskurieren von Erkältungen oder die Beruhigung des Verdauungstrakt geht. Viele schwören auch bei Halsschmerzen auf die Pflanze.

Schwarzer Tee.
Er kann beim morgendlichen Aufstehen in der Dunkelheit Wunder wirken, weil er Koffein enthält. Der Earl Grey ist die beliebteste Sorte. Der berühmte Ostfriesentee hingegen wird aus mehr als zehn Sorten zusammengestellt und mit Kluntjes (Kandis) gesüßt. Einige Tropfen Sahne zeichnen das „Wulkje“ (Wölkchen) ins Getränk.

Grüner Tee.
Der leicht bittere Geschmack von schwarzem Tee ist nicht jedermanns Sache. Eine Alternative ist grüner Tee. Er stammt von der gleichen Pflanze, deren Blätter anders verarbeitet werden. Der Tee regt den Fettstoffwechsel an und soll den Cholesterinspiegel senken.

Fenchel-Tee.
Die einen lieben den charakteristischen Geschmack, der an Lakritz erinnert, die anderen schütteln angewidert mit dem Kopf. Dabei fördert er die Verdauung, mildert Blähungen und kann den lästigen Schleim einer Erkältung lösen.

Baldrian-Tee.
Katzen drehen durch bei dem Geruch, während er nervösen Menschen beim Einschlafen hilft. Seine ätherischen Öle entspannen und sollen auch Schmerzen in der Muskulatur lindern können.

Salbei-Tee.
Bereits der Name deutet darauf hin: „Salvus“ bedeutet im Lateinischen „gesund“. Salbei-Tee kommt bei Erkältungskrankheiten mit Heiserkeit und Husten zum Einsatz. Er hilft auch bei übermäßigem Schwitzen.

Ingwer-Tee.
Für Yogis ist die scharfe Knolle eine heilige Wurzel, für andere ein Hausmittel gegen Erkältungen und Übelkeit.

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