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Insekten. Der Sommer ist da, die lästigen Insekten aber auch. Sie piksen, beißen oder rauben uns den letzten Nerv. Darunter Zecken, Wespen, aber auch eingeschleppte Exoten. Was tun gegen asiatische Tigermücken und Co?
Von Carmen Sadowski

Ssssss! Mit dem nervigen Geräusch blasen Mücken zur Attacke. Haben die Plagegeister zugestochen, bildet sich eine Quaddel. So schwer es auch fällt: Bloß nicht kratzen, so könnten Keime eindringen. Ein Kühlpad lindert den Juckreiz sanfter.
Zu den hierzulande mehr als 3.500 Mückenarten gesellt sich seit einigen Jahren die asiatische Tigermücke. Man ahnt es: Grund ist der Klimawandel. Das Insekt kann das Chikungunya-Virus übertragen. Der Name stammt aus Tansania und bedeutet „der gekrümmt Gehende“. Eine Anspielung auf die Gelenkbeschwerden, die mit der Krankheit einhergehen.
Vor allem Reisende in Risikogebieten wie Italien sollten sich schützen. Dazu gehören Insektenschutzmittel. Da sie hautreizende Stoffe wie DEET enthalten, sollte man sich in unseren Breiten nur gelegentlich damit einschmieren. Ein Mückennetz ist die gesündeste Methode.

Erste Hilfe gegen Zecken
Sie lauern auf Wiesen oder in Parks und haben es auf uns abgesehen. Hierzulande gibt es Millionen von Zecken, die nur darauf warten, in Kniekehlen oder Achseln anzudocken. Dabei können die Blutsauger gefährliche Krankheiten übertragen – etwa Borreliose oder Frühsommer-Meningoenzephalitis (Hirnhautentzündung). Nur vor FSME kann man sich mit einer Impfung schützen.
WICHTIG: Nach Ausflügen den Körper absuchen und die Parasiten sofort entfernen: Mit der Pinzette nah an der Haut greifen, langsam herausziehen, nicht drehen oder quetschen. Danach die Stelle desinfizieren und die nächsten Wochen im Blick behalten. Breitet sich die Rötung aus: Ab zum Arzt.

Wie gefährlich ist die Killer-Hornisse?
Viele erschrecken, wenn sie das Brummen einer Hornisse hören. Auch Bienen und Wespen sind gefürchtete Besucher am gedeckten Tisch. Aber Panik ist unbegründet. Sie stechen nur unter Stress, etwa wenn man nach ihnen schlägt. Vertreiben kann man sie mit einer Blumen-Sprühflasche, denn vor „Regen“ ergreifen sie die Flucht.
Selbst wenn eines der Insekten zusticht, ist das zwar schmerzhaft, aber nicht gefährlich. Nur Allergiker müssen vorsichtig sein. Das gilt auch für Stiche der asiatischen Hornisse, die als „Killer-Wespe“ für Schlagzeilen sorgt. Die wahre Bedrohung betrifft aber das Ökosystem, denn das aus Südostasien stammende Insekt tötet Honigbienen. Wer ein Nest entdeckt, sollte es deshalb zwecks Entfernung sofort dem NABU oder der zuständigen Naturschutzbehörde melden.
Wanzen im Bett – Ekelalarm!
Eine Gefahr für die Gesundheit sind sie nicht, aber sie lösen Ekel aus: Bettwanzen. Nachts kommen sie aus ihrem Versteck, stechen ihre schlafende Beute und hinterlassen rötliche Einstichstellen, die oft in Bahnen hintereinanderliegen. Als typische Urlaubsmitbringsel werden sie etwa über Kleidung und Koffer eingeschleust. Denn die Parasiten leben dort, wo sich viele verschiedene Menschen nacheinander aufhalten, zum Beispiel in Berghütten oder Hotels. Einmal eingezogen, sind sie ohne Kammerjäger kaum noch zu vertreiben. Nur bei leichtem Befall kann es zum Beispiel helfen, Bettwäsche bei mindestens 60 Grad mehrmals hintereinander zu waschen.